Paarung ist harter Wettbewerb. Female Paperpositions
Female Paperpositions – Zeitgenössische Grafik von Künstlerinnen in Salzburg
Im Herbst zeigt die Galerie HAAS & GSCHWANDTNER die Gruppenausstellung „Paarung ist harter Wettbewerb. Female Paperpositions“. Acht Künstlerinnen, die in Österreich leben und arbeiten, widmen sich darin der (Druck-)Grafik. Die Werke sind vielschichtig, kraftvoll und bewusst provokant.
Technik, Haltung und Ausdruck
Der Ausstellungstitel spielt auf den oft harten Wettbewerb für Frauen im Kunstbetrieb an. Gleichzeitig verweist er auf den komplexen, visuellen Entstehungsprozess grafischer Arbeiten. Zeichnen ist dabei ein intimer, konzentrierter Akt. In der Ausstellung reicht die grafische Praxis von klassischen Techniken bis zu experimentellen Formaten. Viele Werke verbinden Zeichnung, Druck und Illustration mit gesellschaftlich relevanten Themen.
Acht starke künstlerische Stimmen
Gezeigt werden unter anderem die satirischen Kugelschreiberzeichnungen von Assunta Abdel Azim Mohamed, die Sehnsüchte und Alltagsbeobachtungen pointiert darstellen. Johanna Eisl verarbeitet linke Subkultur, queere Körper und feministische Themen in Linolschnitt und Siebdruck. Tina Graf fokussiert sich auf Frauenrollen und gesellschaftliche Reibungspunkte.
Birgit Graschopf verbindet Fotografie mit Perforation und Zeichnung auf Reispapier. Inga Hehn zeigt eine monumentale Lithografie-Collage, ergänzt durch mikroskopisch feine Tuschezeichnungen.
Nina Prader bringt mit „Gumball Universe“ radikale Zines in die Ausstellung und beleuchtet alternative Verlagspraktiken. Ekaterina Shapiro-Obermair setzt politische Inhalte mit grafischem Minimalismus um. Bianca Tschaikner dokumentiert in ihren Arbeiten das Leben von Frauen in unterschiedlichen Kulturen – poetisch und präzise.
Female Paperpositions als kuratorisches Statement
Diese Ausstellung ist weit mehr als eine Schau zeitgenössischer Grafik. Female Paperpositions ist ein Statement für die Sichtbarkeit von Künstlerinnen. Die Ausstellung eröffnet einen Raum für Reflexion, in dem Papier nicht nur Material, sondern auch Träger gesellschaftlicher Relevanz ist.
Grafik als feministisches Medium
Die Werke zeigen, wie vielseitig Grafik als Ausdrucksform sein kann – im feministischen, politischen oder persönlichen Sinne. Ob subtile Kritik, visuelle Erzählung oder radikale Geste: Diese Positionen eröffnen neue Perspektiven auf das Medium und auf die Rolle von Künstlerinnen in der Gegenwartskunst.
Zeitgenössische Grafik als feministisches Ausdrucksmittel
Die Ausstellung macht deutlich, wie facettenreich das Medium der Grafik im feministischen Kontext genutzt werden kann. Ob als kritischer Kommentar auf gesellschaftliche Machtverhältnisse, als poetische Selbstreflexion oder als politische Botschaft: Die gezeigten Arbeiten verbinden technische Virtuosität mit inhaltlicher Tiefe. Female Paperpositions wird damit zur Plattform für künstlerische Strategien, die gängige Normen hinterfragen, Sehgewohnheiten aufbrechen und neue Perspektiven eröffnen – auf Papier und weit darüber hinaus.

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