Robert Indiana
Robert Indiana – Der Künstler, der Worte zu Ikonen machte
Robert Indiana (1928–2018) war ein US-amerikanischer Künstler, der die Pop Art entscheidend mitprägte. Mit seinen markanten Wort-Bild-Kompositionen, allen voran dem berühmten LOVE-Motiv, entwickelte er eine Bildsprache, die bis heute weltweit bekannt ist. Indiana verwandelte Wörter in visuelle Symbole – klar, plakativ und zugleich tiefgründig.
Geboren wurde er als Robert Clark in New Castle, Indiana. Später nahm er den Namen seines Heimatstaates an und formte daraus seine künstlerische Identität. Nach seinem Studium in Chicago, New York und Edinburgh wurde er Teil der aufstrebenden Pop Art-Szene der 1960er-Jahre. Anders als Andy Warhol oder Roy Lichtenstein beschäftigte sich Indiana weniger mit Konsumgütern. Stattdessen setzte er auf Sprache, Zahlen und einfache Begriffe – oft mit großer Wirkung.
Das LOVE-Motiv entstand 1965 zunächst als Weihnachtskarte für das Museum of Modern Art. Danach entwickelte Indiana daraus eine Serie von Gemälden und Skulpturen. Diese stehen heute unter anderem in New York, Philadelphia, Singapur und Jerusalem. Die schlichte Darstellung des Wortes „LOVE“, ergänzt durch das schräggestellte „O“, wurde zum Sinnbild für Frieden, Toleranz und zwischenmenschliche Verbundenheit.
Doch Robert Indiana schuf weit mehr als nur ein ikonisches Wortbild. Mit Werken wie HOPE, EAT, ART und der Zahlenreihe ONE through ZERO setzte er sich mit politischen, religiösen und sozialen Themen auseinander. Seine klare Typografie, kombiniert mit kräftigen Farben und präziser Formgebung, machte seine Werke unverkennbar.
Indiana arbeitete bis ins hohe Alter. Seine Werke sind heute in namhaften Sammlungen vertreten – etwa im MoMA, im Whitney Museum und im Smithsonian American Art Museum. Sowohl seine Skulpturen als auch seine Gemälde prägen bis heute den öffentlichen Raum.

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